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Leipzig - Näher dran 03_2015

7 begehen kann. Am Ende der Ausstel- lung zu den niederländischen Künst- lern lehnt ein Fahrrad von Andreas Slominski an der Wand, voll beladen mit Tüten und Taschen. „Mit den be- wussten Brüchen zwischen den Epo- chen möchten wir zum Querdenken und einer aktiven Auseinandersetzung anregen. Es soll etwas mit dem Besu- cher passieren“, erklärt Jörg Dittmer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. Modern, vielfältig, Käuflich Auf einen regen Austausch zwischen Kunst und ihrem Betrachter setzt auch die Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) im Musikviertel unweit der Hochschule für Grafik und Buchkunst. In einer umgebauten Gründerzeitvilla und einem angrenzenden modernen Flachbau zeigt das Haus in wechseln- den Ausstellungen Kunst nach 1945 sowie Werke und Installationen von von Romantikern wie Caspar David Friedrich und Vertretern der Alten und Neuen Leipziger Schule wie Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig und Neo Rauch. Über eine gan- ze Etage erstrecken sich die weltweit größte Sammlung von Max Klinger so- wie eine umfangreiche Werkschau von Max Beckmann. Der Kontrast ist dabei ein Stilmittel, das sich durch alle Berei- che des Museums der bildenden Küns- te zieht. Zwischen den klassischen Ge- mälden tauchen immer wieder Bilder und Skulpturen auf, die nicht so recht dazu zu passen scheinen. So entdeckt man mitunter, wie Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt gerade einen metallenen Gettoblaster zwischen an- sonsten ausschließlich klassizistischen Werken platziert. Inmitten von Natur- gemälden aus dem 19. Jahrhundert er- hebt sich plötzlich das meterhohe plas- tische Bergmassiv „Saussures Herz“ von Stephan Huber, das der Besucher ➸ Links: Im barocken Ambiente des Sommersaals, in dem Bach vermutlich selbst musizierte, veranstaltet das Bach-Museum Konzerte und Lesungen. Rechts: Das Werk „Still Life with Flowers“ von Sarah Sze ist als Dauerinstallation in der Galerie für Zeitgenössische Kunst zu sehen. Foto: Martin Reich » Künstlern der jüngeren Generation. Die Sammlungen, deren Spektrum von Gemälden über Grafiken, Fotografien, Skulpturen bis hin zu Video- und Medi- enkunst reicht, befassen sich unter an- derem mit der gesellschaftlichen Rolle von Kunst und Ästhetik, dem Erbe der DDR sowie künstlerischen Positionen aus Ost- und Südosteuropa. Der an- grenzende GfZK-Garten und das Café laden im Anschluss des Besuchs zum Entspannen und Diskutieren ein. Wer das kreative Ambiente der GfZK auch nachts erleben möchte, kann eines der beiden von Künstlern gestalteten Ho- telzimmer des Museums buchen. Kunst nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Kaufen bieten die zahlreichen Galerien der Leipziger Baumwollspinnerei an. Das stillgelegte Industriegelände im Westen der Stadt hat sich zur Anlaufstelle für Kreative und Kunstschaffende aus der ganzen Welt gemausert. Der traditionelle

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