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Leipzig - Näher dran 03_2015 - Titelreportage: Moderne Wunderkammern

Ein ausgestopfter Papagei sitzt unter einer alten Schulkarte des nördlichen Sternenhimmels. Aus dem Nebenraum schallt ein Musikvideo der DDR-Punk- band „Die tödliche Doris“. Ein paar Schritte weiter entdeckt der Besucher einen Operationsbesteckkasten aus dem 18. Jahrhundert mit Werkzeu- gen zum Öffnen der Schädeldecke. Unter verschiedenen Themengebieten wie Abenteuerlust, Vernunftwelten oder Mutteridole kombiniert das Mu- seum der bildenden Künste in seiner aktuellen Ausstellung „In guter Nach- barschaft. Vielfalt und Reichtum aus 25 Leipziger Sammlungen“ Kunst und Kuriositäten vom 18. bis zum 21. Jahr- hundert. Das Konzept ist überzeugend einfach: Auf ein Kunstwerk, das als thematisches Leitbild dient, antworte- ten die zahlreichen Leipziger Museen und Sammlungen ergänzend oder kon- trastierend mit Exponaten, die teilwei- se noch aus der bürgerlichen Sammel- kultur des 18. und 19. Jahrhunderts hervorgegangen sind. Noch bis Mitte September ist diese moderne Wunder- kammer für Besucher zugänglich. In seiner Dauerausstellung vereint der Museumsneubau darüber hinaus Werke aus dem Spätmittelalter bis in die Gegenwart. Bedeutende Teile der Sammlung umfassen Werke nieder- ländischer und deutscher alter Meister wie Frans Hals und Lucas Cranach, Kultur entdecken und erleben Moderne Wunderkammern Ob Kunst, Handwerk, Technik oder Musik – die Leipziger Museumslandschaft ist so vielfältig, dass Besucher aus dem Staunen nicht herauskommen. Ein Rundgang gibt Einblicke in die außergewöhnlichen Schätze einzelner Häuser. » 2004 wurde der moderne Neubau des Museums der bildenden Künste einge- weiht.

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