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Leipzig - Näher dran 04_2013

9 auf Klassenfahrt – einer sehr interna- tionalen, versteht sich. Tyler unterhält sich gerade noch angeregt mit Isis Ca- lil de Albuquerque, sie tanzt ebenfalls in der vierten Saison im Leipziger En- semble. Die quirlige Brasilianerin hat ein ansteckendes Lachen und versucht gerade, den ruhigeren Tyler für einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt am Abend zu gewinnen. „Fast alle sind dabei“, lächelt sie verschmitzt. „Wenn die zweite Probe heute ausnahmswei- se einmal nicht bis 22 Uhr geht, muss man das doch nutzen.“ Ein neuer FÜhrungsstil? „Die Probenphasen erzeugen eine In- tensität nach außen und vor allem nach innen. In der Company ist man sehr abhängig voneinander. Und wenn es Probleme untereinander gibt, müssen die zügig thematisiert werden“, meint Mario Schröder. „Bei uns gibt es selten Spannungen. Ich kann mich aber noch an meine Zeiten als Tänzer erinnern – da gab es größere Spannungen als heu- te. Wenn man dann zusammen tanzen muss, hat man ein Problem.“ Aktuell ist das jedoch kein Thema: „Ich habe die hierarchische Struktur komplett gebrochen. Es gibt bei uns keine lau- ten Töne, Türenknallen oder Konflikte. Ich versuche jeden auf seine Weise wahr- und ernst zu nehmen“, meint der Ballettdirektor. Und das ➸ Ebenezer Scrooge war ein knauseriger, unfreundlicher alter Mann, der glaubte, Weihnachten sei nur eine Entschuldigung der Menschen, die Arbeit bleiben zu lassen. Die Wohltätigkeit und gute Laune der Weih- nachtszeit waren ihm zuwider und er verpasste keine Gelegenheit, seine Mitmenschen davon zu unterrichten. Ganz besonders seinem Konto- risten Bob Cratchit, einem warmherzigen Familienvater, machte er das Leben schwer. Am Abend vor dem Fest erhielt Scrooge Besuch vom Geist seines ver- storbenen Geschäftspartners Jacob Marley – ein Mann, der sein Leben lang genauso kalt und gierig gewesen war wie Ebenezer Scrooge selbst. Marleys Geist warnte Scrooge an diesem Abend, sollte er weiterhin so gewissenlos und egoistisch handeln, würde er nach seinem Tod die Ewigkeit damit verbringen, die Ketten zu tragen, die seine Gier jetzt schmiedete. Bevor Marleys Geist Scrooge verließ, kündigte er ihm den Besuch von drei weiteren Geistern für die folgende Nacht an: den Geist der vergange- nen Weihnacht, den Geist der gegenwärtigen Weihnacht und den Geist der künftigen Weihnacht. Die Geister kamen tatsächlich. Des Nachts besuchten sie Ebenezer Scrooge und zeigten ihm nacheinander die Feste seiner Kindheit und Ju- gend und die Heiligen Abende der Gegenwart und Zukunft. Dabei spiegel- ten sie auch das Leben von Scrooges Kontoristen Bob Cratchit und dessen Familie. Der kleine, kranke Sohn Cratchits, Tim, beschämte den alten Scrooge mit seiner gutherzigen Art. Und der knauserige Mann erkannte mit Schrecken seinen Fehler: den Reichtum mehr als die Menschen zu lieben. Als Scrooge die zahlreichen düsteren Bilder seines Lebens betrachtete, begann er zu bereuen und versprach, sein Leben zu ändern. Am nächsten Morgen – dem Tag der Weihnacht – erwachte Ebenezer Scrooge als neuer Mann. Er wurde nicht nur der fröhlichste und gut- herzigste Mensch, den man sich vorstellen konnte, sondern er wusste Weihnachten recht zu feiern und hielt den Geist der Weihnacht während des gesamten Jahres in Ehren. Gier und Geiz waren fortan kein Thema mehr. Er unterstützte bedürftige Menschen, wo er konnte, und dem klei- nen Tim wurde er ein zweiter Vater. Die Weihnachtsgeschichte zum Nachlesen Charles Dickens – A Christmas Carol

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