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Leipzig - Näher dran 03_2014

7 Sicht auf die Friedliche Revolution zeit- gemäß darzustellen und das Lichtfest Leipzig mitzugestalten. Dafür haben wir verschiedene konzeptionelle Ak- zente gesetzt. Jedes Thema ist einem ganz speziellen Ort entlang des Rings zugeordnet.“ In diesem Sinne beschäftigen sich die ersten Stationen als Beobachtungs- raum I und II mit den Themen Kont- rolle und Überwachung. So führt die !Mediengruppe Bitnik aus Zürich mit- tels Videoinstallation an die Fassade des Victor’s Residenz-Hotel vor, dass das Thema Beobachtung aktueller denn je ist. In „CCTV – A Trail of Ima- ges“ zapfen die Künstler um Domagoj Smoljo den endlosen Bilderstrom an, den Überwachungskameras in nahe- zu jeder Stadt generieren. „Durch die Kamerasignale lernt man die Stadt auf eine ganz eigene Art kennen. Man ver- liert sich in den Bildwelten und sieht Orte, die man sonst nie wahrgenom- men hätte“, betont Smoljo. „Spätestens seit der Snowden-Affäre ist das Thema » Das Lichtfest Leipzig lädt u. a. auf den Augustusplatz, den historischen Versammlungsort der Demonstranten von 1989, ein. despräsident Joachim Gauck wird zu Gast sein und unter anderem von den Staatspräsidenten Polens und Ungarns sowie den tschechischen und slowa- kischen Präsidenten begleitet. Am 9. Oktober wird er die „Rede zur De- mokratie“ halten, das Friedensgebet besuchen und das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz mit einem Gruß- wort eröffnen. Rund 20 Stationen Der Augustusplatz dient dabei als Startpunkt des Rundgangs. Hier wer- den die Besucher am Abend gemein- sam aus 25.000 Kerzen den leuchten- den Schriftzug „Leipzig 89“ gestalten. Bereits tagsüber stimmen Live-Über- tragungen des Festaktes und des Frie- densgebets sowie Informationen zu den Installationen auf das Event ein. Jürgen Meier, künstlerischer Leiter des Lichtfests Leipzig, umschreibt das Konzept: „Wir haben international agierende Künstler eingeladen, ihre Überwachung allgegenwärtig. Mit un- serer Arbeit machen wir das Versteck- te sichtbar und lassen dem Zuschauer Raum für eigene Interpretationen.“ Damit reiht sich Leipzig in eine Viel- zahl von Groß- und Hauptstädten wie London, Sao Paulo, Amsterdam und Warschau ein, die die mehrfach aus- gezeichnete !Mediengruppe Bitnik im Rahmen ihrer Projektserie bereits er- kundet hat. Künstlerische Vielfalt Von dem Beobachtungsraum geht es für die Lichtfest-Besucher in den Transit- raum am Hauptbahnhof. Hier verbindet sich die Kunst des Leipziger Balletts mit Audio- und Videoinstallationen. Reise- freiheit war eine zentrale Forderung der Demonstranten 1989. Die steigen- de Zahl der Ausreiseantragsteller, die Fluchtbewegung und deren mediale Vermittlung hatten eine große Bedeu- tung bei der Mobilisierung des Pro- testes. Vor diesem Hintergrund ➸

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