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Leipzig - Näher dran 03_2013

„Viele künstlerische Farben“ Vielseitig und offenherzig präsentiert sich das Schauspiel Leipzig in der Spielzeit 2013/2014. Enrico Lübbe, seit dieser Saison neuer Intendant des Theaters, spricht im Interview über seine Pläne, seine Ziele und Wünsche. Enrico Lübbe im Gespräch Ganz schlicht zum Einstieg: Was ist für Sie Theater? Was soll es leisten? Für mich ist der entscheidende Punkt, dass Theater berührt, mich ergreift, trifft. Es darf gerne provozie- ren, auch verstören. Es sollte mich nur nicht kalt lassen. Und was soll ein Stadttheater leisten? Da sehe ich als Intendant den Betrieb als Ganzes, nicht nur die ein- zelne Aufführung. In Leipzig, wo es im Gegensatz zu anderen Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München nur ein städtisches Schauspielhaus gibt, geht es auch darum, möglichst viele künstleri- sche Farben anzubieten. Und genau das wollen wir tun. Die letzten fünf Jahre haben Sie die Chemnitzer Theaterlandschaft maß- geblich geprägt. War Ihre Entscheidung für Leipzig eine uneingeschränkte? Das Schauspiel Leipzig und die Stadt generell sind für mich etwas ganz Besonderes. Ich habe bereits 15 Jahre in Leipzig gelebt und auch während meiner Zeit in Chemnitz ist die Verbindung nie abgerissen. Ich finde das Schauspielhaus großartig, es hat meinen beruflichen Werdegang sehr geprägt. Ich kenne seine Potenzia- le, kenne auch die Potenziale der Stadt. Unabhängig davon lebt mein Beruf von der Veränderung. Nach Leipzig zu ge- hen war definitiv keine Entscheidung gegen Chemnitz. Ich hatte dort ein großartiges Team, ich habe viel gelernt und möchte die Zeit nicht missen. In Chemnitz konnten Sie die Auslas- tung des Hauses von 50 auf 80 Pro- zent steigern. In Leipzig ist die Aus- gangslage ähnlich. Sind solche Zahlen Teil Ihrer Planung? Unter der Regie von Enrico Lübbe gastiert im März 2014 das Berliner Ensemble mit Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Leipzig. Die Inszenierung wurde bereits bei den Ruhrfestspielen 2013 mit großem Erfolg aufgeführt. »

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