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Leipzig - Näher dran 02_2015

7 Mit den vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörnern und Geparden sind auch Husarenaffen auf die Fläche gezogen. In der benachbarten Savanne galoppieren temperamentvolle Grévy- zebras neben Straußen und Roth- schildgiraffen. Und während die Sä- belantilope an den zarten Halmen der weitläufigen Wiese knabbert, drängt sich die Menschentraube bereits um ein benachbartes Gehege. Schon aus der Ferne lässt eine hochgereckte Stupsnase auf einem Termitenhügel die Besucherscharen vor Entzücken aufjuchzen: Das gesellige Treiben des Erdmännchen-Clans ist ein lohnens- werter Stopp. Es wird gebuddelt, geku- schelt und gekabbelt – und dabei stets aufmerksam beobachtet. HÄNGEBRÜCKEN DURCH DEN URWALD Auf einem 26 Hektar großen Gelände führt ein artenreicher Rundkurs den Besucher des Zoos über Bäche und Flüsse, verwinkelte Pfade und großzü- gige Parkwege durch die Themenwel- ten Asien, Afrika, Südamerika, Pongo- » Im Zoo Leipzig können die Besucher rund 850 verschiedene Tierarten entdecken. mung der natürlichen Lebensräume der Tiere an. So umgeben hauptsäch- lich naturnahe Abgrenzungen wie Felsen oder Wassergräben die Gehe- ge. „Das hat einen positiven Doppelef- fekt“, erläutert Kurator Ruben Holland. „Zum einen bieten die Anlagen ideale Bedingungen für die Tiere. Zum ande- ren ermöglichen wir den Besuchern auf ihrem Zoospaziergang ein außer- gewöhnliches Naturerlebnis und sie erhalten oft barrierefreie Einblicke in die Gehege.“ Der 35-Jährige kümmert sich seit 2010 als einer von vier Kuratoren um den Tierbestand im Leipziger Zoo und überwacht die Ausgestaltung der neu- en Gehege. Eines der ersten Bauvorha- ben war dabei das im Sommer 2014 eröffnete Leopardental. In einer über- netzten Anlage im Stil eines Felshangs mit Wasserlauf haben die Amurleo- parden ein neues Zuhause neben der Tiger-Taiga erhalten. Eine begehbare Flamingolagune ergänzt zudem seit Kurzem den Ausgangsbereich. Die Kiwara-Kopje ist das jüngste Projekt, das der Zoo fertiggestellt hat. land, das weitläufige Affenfreigehege, und Gondwanaland, eines der spekta- kulärsten Projekte des Zoos. Die riesi- ge Tropenhalle, überspannt von einem 34 Meter hohen Kuppeldach, ist schon von Weitem sichtbar. In ihrem Inne- ren wuchern auf über 16.000 Quad- ratmetern von Sumpfgewächsen über Baumriesen circa 24.000 Pflanzen, die aus der ganzen Welt zusammengetra- gen wurden. Am besten lässt sich der Mini-Urkontinent Gondwana von hoch oben auf den schwingenden Holzbrü- cken des Baumwipfelpfades oder auf einer Bootstour erkunden. Diese führt auf dem künstlichen Fluss Gamanil – eine Wortschöpfung aus Ganges, Ama- zonas und Nil – mitten durch die Hal- le. Mal durch ein sicheres Glasfenster getrennt, mal nur einen Palmwedel entfernt, beobachten den Besucher auf seinem Weg über 300 exotische Augenpaare. Bei durchgängig gleich- bleibenden Temperaturen um 25 Grad Celsius durchstöbern unter anderem Tapire, Zwergflusspferde und ein Ko- modowaran das Tropenhaus. Auf der Totenkopfaffeninsel hangelt sich ➸

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