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Leipzig - Näher dran 01_2015

21 Bau und bei der Gründung einen Er- halt dieser Kirche langfristig unmög- lich machen. Inzwischen hatte sich die Welt ein ganzes Stück weitergedreht und die Gemeinde mit 4.300 Mitgliedern plan- te einen Neubau in zentraler Lage – nicht auf dem ursprünglichen Grund- stück, aber ganz in der Nähe. Christen überall in Deutschland spendeten für das Projekt. Es folgten ein Architek- ten- und ein Künstlerwettbewerb. Das Ergebnis erhebt sich in rotem Porphyr gegenüber dem Neuen Rathaus in die Höhe und lässt die Leipziger und ihre Gäste staunen. „Das ist es, was wir wollen. Unabhängig vom Glauben sollen Menschen zu uns kommen, in der quirligen Innenstadt einen Ort der Ruhe finden, um dann freudig in den Trubel zurückzukehren“, wünscht sich Gregor Giele. Eine Einladung an alle Die Öffnung des Gotteshauses und eine Einladung an Passanten waren Grund- anforderung an die Gestaltung der Propsteikirche St. Trinitatis. Überzeu- gen konnte schließlich das Leipziger Architekturbüro schulz & schulz. „Mit Katholischer KirchenTag in Leipzig 40 Mitarbeiter setzen in der Geschäftsstelle in der Nikolaistraße alles daran, die vielen Freiwilligen bei der Gestaltung des 100. Deutschen Katholikentags in Leipzig vom 25. bis 29. Mai 2016 zu unterstützen. „Seht, da ist der Mensch“ – so lautet das Leitwort für das Programm. In über 1.000 einzelnen Veran- staltungen von Podiumsdiskussionen über Workshops, Beratungsangebote, Ausstellungen und Konzerte bis hin zu großen und kleinen Gottesdiensten wird ein volles Programm geboten. Der Katholikentag soll, so wünschen es sich die Veranstalter, ein Spiegelbild des Lebens in der katholischen Kirche sein, bunt und vielfältig, ernst und fröhlich, geistlich und politisch zugleich. ♥ www.katholikentag.de Freude verfolgen wir, wie unsere Idee vom selbstverständlichen Kirchenneu- bau Realität wird. Wichtige Elemente sind der hohe Kirchenbaukörper, der Kirchturm sowie der offene, einla- dende Pfarrhof und die Fassade aus Rochlitzer Porphyr. Die besondere At- mosphäre des Kirchenraums resultiert hingegen aus der Inszenierung des Lichts“, erklären die Architekten Ans- gar und Benedikt Schulz. Auch das 22 Meter lange und drei Meter hohe Fenster zur Straßenfront gehört für den Gemeindegeistlichen Gregor Giele zum offenen Konzept der Kirche. Wer an das Fenster heran- tritt, stellt allerdings fest, dass es noch mehr Einblicke zu bieten hat: Auf zwei Scheiben bestehend aus jeweils meh- reren Gläsern hat der Künstler Falk Haberkorn das Alte und das Neue Tes- tament – die gesamte Bibel – niederge- schrieben. Den ersten Platz für die Gestaltung der liturgischen Orte – Priestersitz, Ta- bernakel, Kreuz, Taufstein, Lesepult und Altar – belegte Jorde Pardo aus Los Angeles. Alle Elemente werden in einer strahlenden, farbenfrohen Orna- mentik umgesetzt. Gold und Kardinal- rot erinnern an die Pracht früher ka- tholischer Sakralbauten. Auch jetzt, am Ende der stressigen Bauphase, ist der Propsteipfarrer im- mer noch fasziniert: „Jedes Mal, wenn ich die Schwelle zur Kirche übertrete, entdecke ich neue Details und Elemen- te. Jeder Besuch bringt etwas Neues, genau wie die Betrachtung der Reli- Drei TAge KirchweihFest Am Samstag, dem 9. Mai 2015, wird die neue Propstei- kirche St. Trinitatis geweiht. Bereits am Freitag feiert die Gemeinde in der alten Kirche in der Emil-Fuchs-Straße eine Vigil und zieht gemein- sam zum neuen Gotteshaus am Wilhelm-Leuschner-Platz. Samstag beginnen 11 Uhr im Neubau die Feierlichkeiten, die vom MDR live übertragen werden. Es folgt eine Nacht der Chöre mit namhaften Ensembles. Am Sonntag finden der erste Gemeindegottesdienst und eine ökumenische Vesper statt. gion.“ Und Langeweile wird auch in anderer Hinsicht nach der Kirchweihe nicht aufkommen. Im September wird die neue Orgel mit einer Festwoche gefeiert, die Glocken müssen noch ge- weiht werden und 2016 bringt der Ka- tholikentag Schwung in die Leipziger Gemeinde. ♥ www.propstei-leipzig.de » Tradition in neuem Glanz: Die Mariensta- tue konnte 1943 aus den Trümmern der ausgebombten Kirche gerettet werden, nun zieht auch sie in die neue Propsteikirche.

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