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Leipzig - Näher dran 01_2015 - Zurück ins Herz der Stadt

Zurück ins Herz der Stadt Kirchenneubau für die Gemeinde St. Trinitatis Nachmittags gegen fünf Uhr leuchtet auf dem Boden ein Kreuz aus Licht. Für Pfarrer Gregor Giele ist das ein beson- derer Moment. Er steht in der neuen Propsteikirche im Leipziger Zentrum und wirkt selig: „Das ist eines meiner Lieblingsdetails.“ Durch das riesige Kreuzfenster an der Westfassade scheint die Sonne ins Innere des Neubaus. Eine Gemeinde Ohne Heim Im Mai 2015 wird es endlich so weit sein, die katholische Propsteigemein- de St. Trinitatis feiert Kirchweihe. Da- mit kehrt sie über 70 Jahre nach der Zerstörung ihrer Kirche 1943 endlich ins Zentrum der Stadt zurück. „Mit der Pfarrjugend haben wir in den 40er- Jahren die Trümmer geräumt und Steine abgeklopft“, berichtet Gemein- demitglied Georg Burghardt. „Wir hat- ten ja die Hoffnung, die Kirche wieder aufbauen zu können“, fügt der 82- Jährige hinzu. Doch das verhinderten die DDR-Behörden. Dadurch war die Gemeinde 39 Jahre in verschiedenen Häusern lediglich zu Gast. So wurden Georg Burghardt und seine Frau Chris- ta zum Beispiel in einem Tanzsaal im Hinterhof der Gesellenunterkunft Kol- pinghaus getraut. „Die Gemeinde hat- te den Raum zur Kapelle ausgebaut. Große Sachen feierten wir aber in der Universitätskirche oder nach deren Sprengung in der Lutherkirche.“ Harte Devisen führten schließlich Anfang der 80er-Jahre zum Einlenken der SED- Stadtleitung und zum Bau einer neuen Kirche. „Uns wurde bewusst ein Platz außerhalb der Innenstadt zugedacht, dennoch waren wir über alle Maßen glücklich“, erinnert sich der frühere Ministrant. Vor rund zehn Jahren war dann klar, dass Nachlässigkeiten beim

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