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Booklet Lichtfest Leipzig 2011

8 Lichtfest Leipzig 2011 / Święto Światła 2011 Die Erinnerungskultur an den Herbst '89 ist in Leipzig lang und lebendig. Zu den wichtigsten Programmpunkten zum zentralen Termin 9. Oktober zählt seit 2007 das Element Licht – damals wie auch im Folgejahr veranstaltete die Leipzig Tourismus und Marketing (LTM) GmbH eine„Nacht der Kerzen“ auf dem Nikolai- kirchhof. Im Jahr 2009 gedachte erstmals ein Lichtfest der Fried- lichen Revolution. Rund 150 000 Leipziger und Gäste der Stadt erinnerten auf dem Augustusplatz und dem Innenstadtring an die Ereignisse vor 20 Jahren. Nach der Premiere 2009 und einem stimmungsvollen Lichtfest 2010 anlässlich „20 Jahre Deutsche Einheit“ folgte in diesem Jahr erneut eine Weiterentwicklung: der Brückenschlag nach Polen. Die Verbindung zwischen „Wir sind das Volk!“ und „Solidarność“ war im konzeptionellen Sinn eine Erstaufführung und somit eine Bestätigung für die kommenden Jahre. „Wir freuen uns über den gelungenen Auftakt des Lichtfest- konzeptes mit Länderschwerpunkten. Ich kann sagen, dass sich innerhalb des deutsch-polnischen Projektteams im Laufe des Jahres eine Partnerschaft entwickelt hat, die unsere Erwartun- gen übertroffen hat. Zugleich haben wir dieses Jahr schon in die nächsten Jahre investiert: Vertreter Ungarns und Tschechiens waren unserer Einladung zum Lichtfest 2011 gefolgt, sodass sie bereits einen überaus positiven Eindruck von unserem europäi- schen Projekt gewinnen konnten“, sagt Marit Schulz, Marke- tingmanagerin und Prokuristin der LTM GmbH und Leiterin des Lichtfests Leipzig. Wie mit Danzig erfolgreich realisiert, so geht es bei den Länder- kooperationen vor allem darum, die Tragweite der Friedlichen Re- volution in und für ganz Europa sowie die Bedeutung zahlreicher Nachbarländer für den Herbst '89 aufzuzeigen. Die jeweiligen Lichtfest – künstlerisches Konzept mit Zukunft ŚwiętoŚwiatła–koncepcjaartystycznazprzyszłością Partner bringen sich aktiv in die Programmgestaltung ein und laden in ihren Ländern im Rahmen von parallel stattfindenden Veranstaltungen zum Gedenken ein. „Unsere Friedliche Revolution ist Teil der gesamteuropäischen Freiheitsgeschichte – um diesen Gedanken geht es. Bis zum 25. Jubiläum im Jahr 2014 ist das strategische Konzept deswegen speziell auf die Entwicklungen in den Nachbarländern Ungarn (2012) und Tschechische Republik (2013) und deren Einfluss auf die deutsche Geschichte ausgerichtet“, sagt Marit Schulz. Eingebettet ist das Lichtfest in Gedenkveranstaltungen, deren Koordination bei der Initiative „Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989“ liegt. Neben Einrichtungen und Aktivi- täten, die ganzjährig zum Thema Herbst '89 informieren, liegt die Konzentration zweifelsohne auf dem 9. Oktober. Dann findet u. a. das traditionsreiche Friedensgebet in der Nikolaikirche statt. In diesem Jahr hat Kaplan Dr. Hans-Friedrich Fischer gepredigt. Die anschließende Rede zur Demokratie wurde von Dr. Marek Prawda, Botschafter der Republik Polen in Deutschland, gehalten. Bereits am Mittag hat der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Ro- land Jahn die Open-Air-Ausstellung„Geschichte von Jenseits des EisernenVorhangs“eröffnet.GanztägigbotdasZeitgeschichtliche Forum Leipzig Veranstaltungen an. Im Anschluss an das Lichtfest öffneten zahlreiche zeitgeschichtliche Orte der Stadt ihre Türen. „Auf den 9. Oktober als Kerndatum der Friedlichen Revolution können wir stolz sein und dessen Erinnerung müssen wir pfle- gen. Die Leipziger haben deutsche und europäische Geschichte geschrieben – und das wollen wir auch in den Köpfen der Men- schen in ganz Deutschland, in Europa und der Welt verankern“, so Tobias Hollitzer, Sprecher der Initiative. Für den visuellen und