Leipzig gedenkt mit dem „Lichtfest“ der Friedlichen Revolution
Nach Friedensgebeten in vier Leipziger Kirchen versammelten sich am 9. Oktober 1989 rund 70.000 Menschen trotz drohendem Schießbefehl mit Kerzen in Leipzig, um für ihre Grundrechte und mehr Freiheit in der DDR zu demonstrieren. Mehrere Tausend Polizisten und Soldaten standen in der Stadt bereit, um die Demonstration gewaltsam aufzulösen. Doch die Demonstration verlief friedlich. So wurden die Ereignisse als Friedliche Revolution zum markanten Ereignis auf dem Weg zum Mauerfall, zur Deutschen Einheit und zum geeinten Europa.
Leipzig, Stadt der Friedlichen Revolution
Leipzig pflegt seit vielen Jahren eine lebendige Erinnerungskultur an den Herbst ’89. Zu den wichtigsten Programmpunkten zum zentralen Termin 9. Oktober zählen das traditionsreiche Friedensgebet und die Rede zur Demokratie. Das Element Licht wiederum spielt seit 2007 eine Rolle – damals wie auch im Folgejahr veranstaltete die LTM GmbH eine „Nacht der Kerzen“. Im Jahr 2009 gedachte erstmals ein Lichtfest der Friedlichen Revolution. Rund 150.000 Leipziger und Gäste der Stadt erinnerten damals auf dem Augustusplatz und dem Innenstadtring an die Ereignisse vor 20 Jahren. Nach der erfolgreichen Premiere 2009 und einem stimmungsvollen Lichtfest 2010 anlässlich „20 Jahre Deutsche Einheit“ inklusive eines Orgelkonzerts in Berlin folgte in dem Jahr 2011 der Brückenschlag nach Polen. Strategisch ist das Lichtfest zunächst bis 2014 mit den Themen Ungarn (2012), Tschechische Republik (2013) und 25. Jubiläum der Friedlichen Revolution (2014) angelegt. Geplant ist eine Fortführung des Kunst- und Bürgerprojektes an historischen Orten im europäischen Kontext.
